Was sind Client-Zugrifsslizenzen (CAL)?
Erstellt am 5. Juni 2000 von Rainer
Gerhards.
Client-Zugriffslizenzen berechtigen zur Nutzung des Serverdienstes von
einem Client aus. Die Client-Zugriffslizenz wird auf englisch als
"Client Access License", kurz CAL, bezeichnet.
Microsoft Backoffice-Produkte werden sowohl Server- als auch Clientseitig
lizenziert. Die Serverlizenz berechtigt dabei nur zum Betrieb eines Rechners
unter dem entsprechenden Serverbetriebssystem (z. B. Windows 2000). Die Nutzung
des Servers von einem anderen Rechner aus (also z. B. als Fileserver) ist nicht
in der Server-Lizenz enthalten. Hierzu wird die Client-Zugriffslizenz benötigt.
Diese ist separat zu erwerben.
Die Trennung zwischen Server- und Client-Lizenz ist durchaus sinnvoll. Denn
so kann man ganz gezielt auf den tatsächlichen Bedarf hin lizenzieren.
Beispielsweise ist es möglich, bei 11 Benutzern genau 11 CALs und eine
Serverlizenz zu erwerben. Viele andere Hersteller binden Ihre Produkte immer an
eine fixe Lizenzanzahl. So wäre es für obiges Beispiel u. U. nötig, einen
Server und 15 Lizenzen zu erwerben.
Auch Microsoft Vollprodukte werden
häufig auch mit einer fixen CAL-Anzahl geliefert (z. B. Windows 2000 Server
inklusive 5 CALs). Wer dies vermeiden möchte, sollte nur die (ohnehin
günstigeren) Produkte nach Microsoft OPEN License kaufen.
Bitte beachten Sie, dass in Windows NT 4 Workstation bzw. Windows 2000
Professional keine CAL für Windows 2000 Server enthalten ist. Möchten Sie
von diesen Systemen aus auf einen Windows 2000 Fileserver zugreifen, so ist der
zusätzliche Erwerb einer CAL erforderlich. Entsprechend berechtigt eine CAL
natürlich auch nicht zum Einsatz von Windows 2000 Professional. Dafür ist für
den Rechner die entsprechende Professional-Lizenz erforderlich.
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